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Finalsan

Schnellwirkender Totalunkrautvernichter gegen ein- und zweikeimblättrige Unkräuter, Moose und Algen

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  • auch gegen Moose und Algen wirksam
  • wirkt bereits innerhalb weniger Stunden
  • vom Frühjahr bis Spätherbst einsetzbar
  • günstige Umwelteigenschaften
  • Wirkstoff natürlichen Ursprungs

Verfügbare Abpackungen:

10 Liter Kanister
30 Liter Kanister

Wirkstoff

186,7 g/l Pelargonsäure

Informationen zum Wirkstoff

Der Wirkstoff von Finalsan  ist die Pelargonsäure. Pelargonsäure, auch Nonansäure genannt, gehört zu den Fettsäuren. Pelargonsäure kommt in der Natur z.B. in natürlichen Ölen und in Pflanzen der Storchenschnabelgewächse (Geraniaceae) vor.

Wirkungsweise

Finalsan  ist ein nichtselektives Kontaktherbizid. Der Wirkstoff von Finalsan , die Pelargonsäure, durchdringt die Wachsschicht (Kutikula) der Blätter. Anschließend zerstört der lipophile Teil der Fettsäure die Zellmembranen der Epidermiszellen der Pflanze. Hierdurch kommt es zu einer schnellen Abgabe von Zellinhaltsstoffen, sodass die Pflanzen rasch vertrocknen.

Wirkungsspektrum

Finalsan  wirkt gegen alle ein- und zweikeimblättrigen Unkräuter wie z.B. Löwenzahn, Wegericharten, Gräser, Ackerwinde, Brennnesseln und Disteln. Auch die Blätter von Giersch und Ackerschachtelhalm werden durch Finalsan  schnell zum Absterben gebracht. Finalsan  kann auch gegen Moose und Algen eingesetzt werden. Viele Moos- und Algenarten werden nachhaltig durch Finalsan  bekämpft.

Von der Zulassungsbehörde zugelassene Anwendungsgebiete

Finalsan

Wirkstoff: 186,7 g/l Pelargonsäure
Zul.Nr.4645-61 (Zugelassen bis 28.02.2018) gesetzliche Abverkaufsfrist bis 31.08.2018
Gefahrsymbol:Xi (reizend)
SchadorganismusPflanzen/ ObjekteAnwendungs- bereichAufwandmenge

Anwendungszeitpunkt/
-häufigkeit

Wartezeit
Ein- und Zweikeimblättrige UnkräuterZierpflanzen und ZiergehölzeFreiland166 l/ha bzw. 16,7 %ig, d.h. 1 l Finalsan mit 5 l Wasser mischen. 1 l Spritzlösung reicht für 10 m² aus

max. 4 Anwendungen im Abstand von 21-40 Tagen.

(Spritzverfahren als Einzelpflanzenbehandlung)

keine
Ein- und Zweikeimblättrige UnkräuterWege und Plätze * mit Holzgewächsen Nichtkulturland166 l/ha bzw. 16,7 %ig, d.h. 1 l Finalsan mit 5 l Wasser mischen. 1 l Spritzlösung reicht für 10 m² aus

max. 8 Anwendungen im Abstand von 21-40 Tagen.

(Spritzverfahren als Einzelpflanzenbehandlung)

keine
Algen und MooseWege und Plätze * mit Holzgewächsen Nichtkulturland166 l/ha bzw. 16,7 %ig, d.h. 1 l Finalsan mit 5 l Wasser mischen. 1 l Spritzlösung reicht für 10 m² aus

max. 4 Anwendungen im Abstand von 21-40 Tagen.

(Spritzverfahren als Einzelpflanzenbehandlung)

keine
Algen und MooseZierpflanzen und ZiergehölzeStellflächen (Topfkultur) im Freiland166 l/ha bzw. 16,7 %ig, d.h. 1 l Finalsan mit 5 l Wasser mischen. 1 l Spritzlösung reicht für 10 m² ausmax. 1 Anwendung / im Abstand von
21-40 Tagen. (Spitzverfahren
als Einzelpflanzenbehandlung)
keine
AlgenStellflächen im Freiland für Zierpflanzen (Topfkulturen)Freiland166 l/ha bzw. 16,7 %ig, d.h. 10 l Finalsan mit 50 l Wasser mischen. 10 l Spritzlösung reicht für 100 m² Unkrautfläche ausmax. 1 Anwendungkeine
MooseZier- und SportrasenFreilandAchtung! Andere Anwendungskonzentration! 16,6 l/ha bzw. 1,67 %ig, d.h. 100 ml Finalsan mit 5,9 l Wasser mischen. 1 l Gießlösung reicht für 1 m² Moosfläche aus.

max. 1 Anwendung

(Gießverfahren zur Teilflächenbehandlung)

keine

*NS660

Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig (§ 6 Abs. 2 und 3 PflSchG).
Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof- und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte Landflächen gehören. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

Gewässerschutz

NW466

Mittel und dessen Reste sowie entleerte Behälter und Packungen nicht in Gewässer gelangen lassen.

NW642

Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

Auswirkungen auf Bienen

NB6641

Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nichtbienengefährlich eingestuft (B4).

Auswirkungen auf Nützlinge

N000

Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels werden Populationen relevanter Nutzorganismen nicht gefährdet.

NT102

Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 75 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.
Moose und Algen auf Wegen und Plätzen mit Holzgewächsen im Nichtkulturland.

Auswirkungen auf Fische

R52

Schädlich für Wasserorganismen

Wirksamkeit

Mit Finalsan  getroffene Pflanzen färben sich bereits nach wenigen Stunden braun. Dieser Effekt ist bei ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern zu verzeichnen.

Öffentliches Grün

Finalsan  ist im Verzeichnis nach § 17 des PflSchG für die Anwendung auf Flächen für die Allgemeinheit genehmigt und zugelassen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bvl.bund.de.

Nichtkulturland/ Genehmigungspflichtige Flächen

Die Unkrautbekämpfung auf Flächen im Nichtkulturland ist laut Pflanzenschutzgesetz genehmigungspflichtig. Einzelheiten zum Antragsverfahren sind bei den zuständigen Pflanzenschutzämtern zu erfragen.

Anwendung

Gründliche Benetzung der Unkräuter

Finalsan  wird im Spritzverfahren ausgebracht. Da nur direkt getroffene Pflanzenteile absterben, ist auf eine intensive Benetzung der Unkräuter zu achten. Dies ist am besten bei jungen, kleineren Unkräutern möglich, die 5-10 cm groß sind. Die Unkräuter sollten bei der Spritzung trocken sein, da es sonst zu einer Verdünnung des Wirkstoffes kommen kann.

Spritztechnik

Bewährt haben sich Flachstrahldüsen. Hohlkegeldüsen liefern oft schlechtere Ergebnisse. In der Nähe von Pflanzenbeständen empfehlen wir die zusätzliche Nutzung eines Spritzschirms. Der Spritzdruck sollte bei 2 bar liegen. Das Rückensprühgerät Rapido Green Cleaner ist besonders empfehlenswert für diese Anwendung.

Temperaturen bei der Anwendung

Finalsan  wirkt in einem weiten Temperaturbereich. Da die Wirkung unabhängig von Stoffwechselvorgängen der Pflanze erfolgt, kann Finalsan  vom Frühjahr bis zum Spätherbst eingesetzt werden. Mindesttemperatur bei der Anwendung: 10 °C. Vorzugsweise bei Temperaturen unter 25 °C anwenden.

Wiederholung der Behandlung

Bei Wurzelunkräutern empfiehlt es sich, die Behandlung nach 4 bis 6 Wochen zu wiederholen, wenn die Unkräuter wieder eine Größe von 5-10 cm erreicht haben.

Einsatz auf Stellflächen

Finalsan  hat sich für die schnelle und nachhaltige Bekämpfung von Moosen und Algen auf Stellflächen bewährt. Der Wirkstoff Pelargonsäure zerstört rasch und nachhaltig das Gewebe von Moosen und Algen. Dadurch dauert es Monate, bis die Flächen wieder mit Algen und Moosen besiedelt werden.

Hierdurch wird zum einen die Rutschgefahr auf Stellflächen vermindert. Außerdem wird die Vermehrung von Trauermücken und Sumpffliegen, die ihre Eier gerne unter Algenbeläge ablegen, vermindert. Der Wirkstoff wird auf den Stellflächen rasch abgebaut, sodass die Töpfe bzw. Container bereits kurz nach der Behandlung wieder auf die Stellflächen gestellt werden können.

Rückensprühgerät Rapido Green Cleaner

Hersteller Fa. Birchmeier, Vertrieb durch Knapkon

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Versuchsergebnisse

Wirkungsgrad von Finalsan  gegen Algen zwei Monate nach Spritzung

Algen auf Stellflächen

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Nebenwirkungen gegen pilzliche Schaderreger

Untersuchungen der Landwirtschaftskammer Niedersachen zeigen, dass beim Einsatz von Finalsan  gegen Moose und Algen auf Stellflächen mit Bändchengewebe eine deutliche Reduzierung des Krankheitsbefalls mit diversen pilzlichen Schaderregern beobachtet werden kann. Es wurde festgestellt, dass das Infektionspotenzial der in Baumschulen und Zierpflanzenbaubetrieben wichtigen Schaderreger wie Rhizoctonia solani, Phytophthora cinnamomi  und Cylindrocladium buxicola  stark eingedämmt werden kann.

Wirkungsgrad gegen verschiedene Schaderreger

Zusammenfassung von 4 Versuchen

Finalsan  166 l/ha, 2000 l Spritzbrühe/ha

Die Versuche haben gezeigt, dass mit hohen Wasseraufwandmengen von 2000 Litern eine gute Durchdringung des Gewebes erreicht und so die Wirkung erhöht wird.

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Quelle: Landwirtschafskammer Niedersachsen, Pflanzenschutzamt Niedersachsen, Jens Wienberg, Dr. Thomas Brand

Pflanzenverträglichkeit

Finalsan  ist ein Totalherbizid, welches alle getroffenen grünen Pflanzenteile abtötet. Das Mittel daher nicht auf Blätter von Kulturpflanzen gelangen lassen. Holzige Pflanzenteile werden nicht geschädigt, sodass Finalsan  problemlos unter Bäumen und Sträuchern angewendet werden kann. Es erfolgt keine Verlagerung des Wirkstoffs über grüne oder braune Rindenteile in Bäume oder Sträucher.

Materialverträglichkeit

Finalsan  weist eine gute Materialverträglichkeit auf. In Einzelfällen können auf dunklen Materialien nach der Anwendung weißliche Beläge auftreten, die aber nach Regenfällen rasch wieder verschwinden. Kontakt mit Kunstharzplatten, kupfer- oder zinkhaltigen Oberflächen vermeiden. Kontakt mit diesen Materialien kann zu längerfristigen Verfärbungen führen. Bei anderen empfindlichen Materialien Verträglichkeit an verdeckter Stelle prüfen.

Mischbarkeit

Finalsan  ist mit glyphosathaltigen Herbiziden mischbar. Die Wirkungsstärken beider Mittel ergänzen sich.

Daten zur Umweltverträglichkeit

Gewässer

Keine Gewässerabstandsauflagen. Eventuell landesrechtliche Bestimmungen beachten. Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Schädlich für Wasserorganismen. Finalsan  wird in Gewässern innerhalb weniger Tage abgebaut. Bereits nach 1 Tag sind 50 % des Wirkstoffs abgebaut.

Boden

Finalsan  wird im Boden rasch abgebaut. Bereits nach 3 Tagen sind 50 % des Wirkstoffs abgebaut. Da die Pelargonsäure in Finalsan  verseift ist, führt die Anwendung nicht zu einer Versauerung des Bodens.

Nützlinge

Nicht schädigend für Nutzorganismen.

Bienen

NB 6641: Nicht bienengefährlich (B4).

Einstufung nach GHS/CLP-Verordnung

Eye Irrit. 2, H319

Hinweis

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung beachten.

Downloads

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