EN

Promanal Neu

Spritzmittel zur Austriebsspritzung im Obst- und Weinbau und gegen Schild- und Wollläuse sowie Spinnmilben an Zierpflanzen

1
  • keine Resistenzen
  • breite Zulassung
  • wirkungssicher
  • schont Thyphlodromus Raubmilben
  • für integrierte und biologische Produktion geeignet

Verfügbare Abpackungen:

10 Liter Kanister
30 Liter Kanister

Wirkstoff

546 g/l Paraffinöl

Informationen zum Wirkstoff

Promanal Neu  enthält schwefelfreies Paraffinöl in einer hochreinen Form. Die im Produkt verwendete Ölqualität wird auch in Arzneimitteln und Kosmetika eingesetzt.

Obst- und Weinbau

Anwendung

Einsatz gegen Spinnmilben
Promanal Neu  sollte kurz vor dem Schlupf der Spinnmilben appliziert werden bzw. zu den in der Tabelle aufgeführten Entwicklungsstadien der Gehölze. Je weiter die Spinnmilbeneier entwickelt sind und je stärker sie atmen, desto erfolgreicher ist die Spritzung. Bei bereits geschlüpften Obstbaumspinnmilben ist die Wirksamkeit eingeschränkt.

Promanal Neu  wird 2 %ig angewendet. Bei der Spritzung kommt es entscheidend darauf an, die Pflanzen möglichst gleichmäßig zu benetzen. Es hat sich bewährt, mit hohem Wasseraufwand zu arbeiten und die Fahrgassen direkt gegenzufahren (Wasseraufwand 2 x 400-500 Liter jeweils mit halber Aufwandmenge). Keine Anwendung kurz vor Regen oder bei Frost. Raubmilben (Typhlodromus pyri) werden durch die Anwendung von Promanal Neu  nicht geschädigt.

Einsatz gegen andere Schaderreger
Neben Spinnmilben werden, nach eigenen Erfahrungen, durch eine Austriebsspritzung mit Promanal Neu  auch Winterformen von Schildläusen wie z.B. der San-José-Schildlaus bekämpft. Bei der Behandlung werden auch Wintereier verschiedener Blattlausarten und die Eier von Frostspannern mit erfasst.

Mischbarkeit

Promanal Neu  kann 0,3 %ig auch als Mischungspartner bei der Fruchtausdünnung eingesetzt werden. Auch bei der Bekämpfung von Birnengallmücke, Birnenblattsauger und diversen Blattlausarten kann Promanal Neu  zugemischt werden, um die Wirksamkeit von Insektiziden zu steigern.

  • Promanal Neu  ist mit vielen handelsüblichen Insektiziden gut mischbar.

  • nicht mit Dithianon-, oder Captanhaltigen Fungiziden mischen.

  • Dithianon- oder Captanhaltige Fungizide mindestens 4 Tage vor und frühestens 4 Tage nach Behandlung mit Promanal Neu  spritzen.

  • nicht mit kupfer- oder schwefelhaltigen Mitteln mischen.

Versuchsergebnisse

Wirkungsgrad von Promanal Neu  bei drei bzw. vier Versuchen

1

Zierpflanzenbau und Innenraumbegrünung

Wirkungsweise

Promanal Neu  hat sich seit vielen Jahren zur zuverlässigen Bekämpfung von Napf- und Deckelschildläusen, Woll- und Schmierläusen sowie Spinnmilben in der Innenraumbegrünung bewährt. Die Schädlinge werden mit einem dünnen Ölfilm überzogen und sterben nach kurzer Zeit ab. Die abgetöteten Insekten verfärben sich dunkel und können abgestreift werden oder fallen nach einiger Zeit von selbst ab.

Da die Eistadien von Schild- und Wollläusen oft sehr versteckt unter den Altschilden bzw. der Wolle leben, empfiehlt sich eine Wiederholungsspritzung nach 14 Tagen. Nach diesem Zeitraum sind die Jungstadien der Schädlinge geschlüpft und werden dann zuverlässig durch den Ölfilm abgetötet. Durch die Behandlung mit Promanal Neu  bekommen die Pflanzen einen schönen Glanz. Die zusätzliche Anwendung eines Blattglanzmittels entfällt.

Von der Zulassungsbehörde zugelassene Anwendungsgebiete

Promanal Neu

Wirkstoff: 546 g/l Paraffinöl
Zul.Nr. 4182 - 62 (Zulassungsende: 31.12.2020, die Abverkaufsfrist endet am 30.06.2021)
Gefahrsymbol: N umweltgefährlich
KulturIndikationAnwendungsbereichAufwandmenge/Spritzkonzentration

Anwendungszeitpunkt

Wartezeit
Obst

Kern-, Stein- und Beerenobst (außer Erdbeeren)

Spinnmilben (Wintereier)

Nebenwirkung gegen Schildläuse und San-José-Schildlaus

Freiland

10 Liter in 500 Liter Wasser/ha je Meter Kronenhöhe

eine Anwendung zwischen Knospenschwellen und Mausohrstadium (Wuchsstadien 03-10) max. 1 Anwendung

keine
Weinbau
Weinrebe

Spinnmilben (Wintereier)

Freiland

8 Liter in 800 Liter Wasser/ha

eine Anwendung ab Knospenaufbruch bis 1. Blatt vom Trieb abgespreizt (Rebstadium 07-11) max. 1 Anwendungkeine
Zierpflanzenbau

Ziergehölze

Spinnmilben (Wintereier)

Nebenwirkung gegen Schildläuse

Freiland

12-24 Liter in 600-1200 Liter Wasser/ha je nach Pflanzengröße

eine Anwendung bei Knospenaufbruchkeine

Zierpflanzen

Schildläuse, Woll- und Schmierläuse, Spinnmilben

Gewächshaus

12-24 Liter in 600-1200 Liter Wasser/ha je nach Pflanzengröße Spritzkonzentration: 2 %

max. 2 Anwendungen (Abstand 7 Tage)

bei Befall

 

keine
Zierpflanzen

Schildläuse, Woll- und Schmierläuse, Spinnmilben

Innenraumbegrünung, Zimmer-, Büroräume, Balkone

12-24 Liter in 600-1200 Liter Wasser/ha je nach Pflanzengröße Spritzkonzentration: 2 %

max. 2 Anwendungen (Abstand 7 Tage)

bei Befall

keine

Gewässerschutz:

NW468

Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

NW605

Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mit einem Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Dabei sind, in Abhängigkeit von den unten aufgeführten Abdriftminderungsklassen der verwendeten Geräte, die im Folgenden genannten Abstände zu Oberflächengewässern einzuhalten. Für die mit "*" gekennzeichneten Abdriftminderungsklassen ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, § 6 Absatz 2 Satz 2 PflSchG zu beachten:
Zierpflanzen: Pflanzenhöhe über 125 cm: reduzierte Abstände 50 % 5 m, 75 % *, 90 % *.
Kern-/Steinobst: reduzierte Abstände 50 % 15 m, 75 % 15 m, 90 % 5 m.

NW606

Ein Verzicht auf den Einsatz verlustmindernder Technik ist nur möglich, wenn bei der Anwendung des Mittels mindestens unten genannter Abstand zu Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - eingehalten wird. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden:
Ziergehölze: Pflanzenhöhe bis 125 cm 5 m; Kern-/Steinobst: 20 m.

NW609

Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mindestens mit unten genanntem Abstand erfolgen. Dieser Abstand muss nicht eingehalten werden, wenn die Anwendung mit einem Gerät erfolgt, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Unabhängig davon ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, § 6 Absatz 2 Satz 2 PflSchG zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden: Ziergehölze, Pflanzenhöhe bis 125 cm 5 m.

NW642

Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

Auswirkungen auf Bienen :

NB6641

Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nichtbienengefährlich eingestuft (B4).

Auswirkungen auf Nützlinge:

NN270

Das Mittel wird als schwachschädigend für Populationen der Art Chrysoperla carnea (Florfliege) eingestuft.

NN383

Das Mittel wird als schädigend für Populationen der Art Encarsia formosa (Erzwespe) eingestuft.

NN134

Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Typhlodromus pyri (Raubmilbe) eingestuft.

Auswirkungen auf Fische:

NW263

Das Mittel ist giftig für Fischnährtiere.

Pflanzenverträglichkeit

Promanal Neu  ist bei hartblättrigen Zierpflanzen im allgemeinen gut verträglich. Bei Zitrus, Oleander, Anthurien, Farnen, Ficus longifolia und Aphelandra-Arten kann es zu Unverträglichkeiten kommen, weshalb sich bei diesen Arten eine Probespritzung empfiehlt. Generell empfiehlt sich vor der Behandlung größerer Pflanzenbestände eine Probespritzung an einzelnen Pflanzen.

Weichblättrige Arten sollten nicht mit Promanal Neu  behandelt werden, da sie empfindlich reagieren können. Blüten können durch eine Spritzung mit paraffinölhaltigen Mitteln geschädigt werden.

Frisch getopfte Pflanzen oder solche, die durch Trockenheit oder andere Umwelteinflüsse stark geschädigt sind, dürfen nicht mit Promanal Neu  gespritzt werden. Paraffinölpräparate dürfen generell nicht in praller Sonne angewendet werden. Behandelte Pflanzen sollten auch einige Tage später nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden, um eventuelle Verbrennungen zu vermeiden.

Beim Einsatz in Fichtenkulturen ist zu beachten, dass Blaufichten unter Umständen ihre Blaufärbung verlieren können.

Ökologischer Landbau

Promanal Neu  enthält als Wirkstoff Paraffinöl und ist somit laut EG-Verordnung für ökologisch wirtschaftende Betriebe zugelassen.

Promanal Neu  ist bei FiBL registriert.

Öffentliches Grün

Promanal Neu  ist im Verzeichnis nach § 17 des PflSchG für die Anwendung auf Flächen für die Allgemeinheit genehmigt und zugelassen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bvl.bund.de.

Daten zur Umweltverträglichkeit

Nützlinge
Nicht schädigend für Raubmilben (Typhlodromus pyri), schwach schädigend für Marienkäfer. Schädigend für Erzwespen (Encarsia formosa), Florfliegen (Chrysoperla carnea) und Raubmilben (Phytoseiulus persimilis).

Bienen
NB 6641: Nicht bienengefährlich (B4).

Gewässer
Keine Wasserschutzgebietsauflage. Das Mittel ist giftig für Fischnährtiere,
aber nicht fischgiftig. Gewässerabstandsauflagen siehe Etikett.

Einstufung nach GHS/CLP-Verordnung

Aqua. Chron. 1, H410

Vertrieb durch

proagro GmbH
Innovativer Pflanzenschutz
Beerbach 55 · 91183 Abenberg
Tel. 09873/7 94 · Fax 09873/7 95
www.proagro-gmbh.de

Hinweis

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung beachten.

Downloads

Weiterführende Informationen rund um die Progema-Produkte finden Sie in unserem Download-Center.

Haben Sie eine Frage?

Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen gerne weiter und stehen mit fachlichem Rat zur Seite.

+49 5155 6241-23

E-Mail schreiben
 

Alle Progema-Produkte erhalten Sie bei Ihrem Großhändler.

Progema® eine Marke aus dem Hause W. Neudorff GmbH KG